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  Institut für Bewegungsanalyse
 
Die Ausbildung in Bewegungsanalyse
Die berufsbegleitende Ausbildung in Bewegungsanalyse richtet sich an Berufstätige, die sich ein professionelles Werkzeug für die Einordnung von Bewegungsphänomenen aneignen möchten, um gezielt und effizient intervenieren zu können.

Die praxisorientierte Ausbildung ist in vier Stufen zu je einem Jahr unterteilt und umfasst insgesamt 18 Wochenend- und 10 Tagesseminare. Bereits im Anschluss an die sechs Seminare des ersten Jahres können die Auszubildenden beginnen, die erworbenen Kenntnisse im eigenen Arbeitsfeld einzusetzen.

Die Grundstufe vermittelt ein Modell der Bewegungsintervention, welches die Erweiterung der persönlichen Handlungsmöglichkeiten und die sinnvolle Einordnung der sozialen und dinglichen Umwelt fördert. Die effektive Bewegungsintervention mit speziellen Personengruppen, wie z. B. Kindern, psychiatrischen Patienten oder behinderten Menschen, erfordert Kenntnisse über die Art und Weise, wie die Wahrnehmung des eigenen Körpers die Bewegungsmöglichkeiten, das Selbstverständnis und die Auffassung von anderen Personen beeinflusst. Auf dieser Basis werden methodisch einfache Prinzipien der Alltagsbewegung zum Anlass für gezielte Bewegungsexperimente gemacht. Kriterien zur Bewegungsbeobachtung werden erklärt und erprobt. Diese dienen der Erstellung von Bewegungsbefunden, der Planung von treffenden Interventionen sowie der Überprüfung ihrer Effizienz. Die erfolgreiche Absolvierung der Grundstufe wird vom Institut für Bewegungsanalyse schriftlich bestätigt.

Die Grundstufe kann als in sich geschlossener Jahreskurs belegt werden. Ihre erfolgreiche Absolvierung gilt zudem als Voraussetzung für die weiterführende Ausbildung.

Aufbauend auf den Inhalten der Grundstufe wird in der ersten Graduierungsstufe anhand der bewegungsanalytischen Theorie die subjektive Auffassung vom eigenen Körper und deren Einfluss auf die Körperbewegung vermittelt. Daraus entwickeln sich die theoretischen Grundlagen für Diagnostik und Behandlung. In der Lehrbewegungsanalyse, die in dieser Stufe der Ausbildung beginnt, werden die psychologischen Aspekte der eigenen Bewegungsweise bewusst.

In der zweiten Graduierungsstufe wird aufgezeigt, wie die subjektive Auffassung vom eigenen Körper als Forum für interaktive Konflikte funktioniert. Damit wird die Auseinandersetzung mit spezifischen Störungen und den ihnen entsprechenden Interventionstechniken thematisiert. Dieser Ausbildungsabschnitt schliesst mit der Reflexion des persönlichen Prozesses sowie des Gruppenprozesses ab.

In der dritten Graduierungsstufe, dem Praktikum, setzt sich die Ausbildungsgruppe mit fachspezifischen Fragen aus der eigenen Praxis auseinander. Parallel zu den Supervisionsseminaren wird die schriftliche Dokumentation einer Einzel- oder Gruppenbewegungsanalyse begonnen. Mit dieser Abschlussarbeit wird die Fähigkeit der Auszubildenden, einen bewegungsanalytischen Prozess kritisch zu erfassen, unter Beweis gestellt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Arbeit, die von einer Lehrperson schriftlich begleitet wird, erhält der/die Auszubildende das Zertifikat des Instituts als Bewegungsanalytiker/-in (BA).

Kosten
Fr. 4’500.— bzw. € 3’000.— pro Stufe

Die Richtlinien zur Ausbildung stehen hier zum Download zur Verfügung. Richtlinien_2006.pdf

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