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Methode
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Aufgrund der Selbstverständlichkeit von Sprache als Medium der Kommunikation und Reflexion besteht die Tendenz, auch die Körperbewegung als Sprache zu verstehen, durch die Gedanken, Gefühle oder Stimmungen ausgedrückt werden. Bewegung an sich ist aber nicht – wie die Pantomime, der Tanz oder das Schauspiel – mit einer Sprache gleichzusetzen. Bewegung ist in erster Linie das Medium der persönlichen Handlung. Die individuelle Art und Weise sich zu bewegen, ist immer von der Vorstellung, die man vom eigenen Körper hat, geprägt. Somit betrifft sie das Selbstempfinden unmittelbar.
Geistige, seelische oder körperliche Erkrankungen, Behinderungen, entwicklungsbedingte Schwierigkeiten oder die Belastungen des Alters beeinflussen in unterschiedlicher Art und Weise das Selbstverständnis und somit die Beziehung zum eigenen Körper. Daraus können Einschränkungen des Bewegungspotentials resultieren. Dies kommt einer Reduzierung der persönlichen Handlungsmöglichkeiten gleich.
In der Bewegungsanalyse werden Experimente mit alltäglichen Bewegungsressourcen gemacht und anschliessend von den Sich-Bewegenden analysiert. Anhand standardisierter Beobachtungskriterien lässt sich ein motorisches Profil der individuellen Handlungsweisen ermitteln, das in der Folge gezielte Interventionen ermöglicht. Diese prozesshafte Auseinandersetzung, die durch den intersubjektiven Dialog mit dem Bewegungsanalytiker unterstützt wird, fördert die Klärung des Selbstempfindens. Dieses Vorgehen dient auch als interaktives Übungsfeld für Anregungen und Erfordernisse des jeweiligen sozialen Umfelds.
Die Bewegungsanalyse stellt ein systematisiertes Grundlagenwissen zur Verfügung. Ihre Effizienz zeigt sich in der Vielfalt der Anwendungen: Sozial- und Sonderpädagogen, Physiotherapeuten, Lehrer, Psychotherapeuten, Gymnastik- und Rhythmiklehrer, Psychologen, Ärzte, Psychiater und Sozialarbeiter setzen die Bewegungsanalyse in ihrem jeweiligen Berufsfeld ein. Mittlerweile arbeiten in der Schweiz, in Österreich, in Deutschland und in Portugal ca. 300 Personen in Schulen, Sonderschulen, Heimen, Werkstätten, Kliniken und Privatpraxen mit dieser Methode.
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Entstehung
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Cary Rick, Mitglied der Academy of Dance/Movement Therapists Registered (ADTR) der American Dance/Movement Therapy Association (ADTA) entwickelte im Laufe seiner langjährigen Bühnenpraxis als Tanzsolist, Regisseur und Choreograph jenes Verständnis von Bewegungsvermittlung, welches er in seiner späteren therapeutischen Tätigkeit zur Theorie und Methode der Bewegungsanalyse systematisiert hat. Die Formulierung der Bewegungsanalyse begann in den 80-er Jahren während Ricks kritischer Auseinandersetzung mit dem seit 1942 in den USA angewendeten Ansatz der Tanztherapie. Die Ausbildung in Bewegungsanalyse wurde erstmals 1987 durchgeführt. Im Jahre 1994 wurde das Curriculum in Bewegungsanalyse als Weiterbildung für Psychotherapeuten und das Institut für Bewegungsanalyse als Weiterbildungsstätte vom Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie anerkannt. |

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