Bewegungsanalyse systematisiert psychomotorische Grundlagen für die Bewegungsintervention mit u.a. geistig oder seelisch erkrankten Menschen, verhaltensauffälligen Kindern oder behinderten Menschen. Mittels Bewegungsspielen und -übungen wird die gezielte Auseinandersetzung der Teilnehmer mit Handlungsressourcen des motorischen Alltags gefördert. Diese dokumentieren die persönliche Verkörperung als interaktiven Lebensprozess, der durch Bewegungskonflikte und -lösungen charakterisiert ist.
Beobachtungskriterien, die von Cary Rick für diese Methode standardisiert wurden, ermöglichen die Erstellung von motorischen Befunden. Diese Erfassung von den individuell verfügbaren motorischen Ressourcen eines Teilnehmers, unterstützen die Planung gezielter Interventionen und liefern eine konkrete Basis für die Überprüfung therapeutischer Effizienz. Im Bewegungsbefund manifestieren sich Beobachtung und Analyse unmittelbar in der von Rick entwickelte Bewegungsschrift, deren Zeichen spontane Bewegungen als spezifische Phänomene innerhalb des geschlossenen bewegungsanalytischen Konzepts elementarer Bewegungs-/Handlungsweisen einordnen lassen.
Im Laufe seiner langjährigen Bühnenpraxis als Tanzsolist in Einmann-Theaterabenden, wie auch als Choreograph, Trainer und Lehrer sowie Regisseur entwickelte Cary Rick, ADTR, jenes Verständnis von Körperbewegung, das er in seiner späteren Tätigkeit als Therapeut, Ausbildner und Supervisor zur Theorie und Methode der Bewegungsanalyse systematisiert hat. Er beginnt die Methode der Bewegungsanalyse in den 80er Jahren während einer kritischen Auseinandersetzung mit der Tanztherapie zu konzipieren. Als Cary Rick 1994 in der Schweiz das Institut für Bewegungsanalyse gründet, ist die Methode in wesentlichen Grundzügen formuliert und der Lehrplan fixiert.