Einschränkungen auf bestimmte Bewegungsmuster, die im Widerspruch zum organischen Befund unveränderbar scheinen und sich nicht als Störung des Bewegungsapparates erklären lassen, sind bewegungsanalytisch als körperliche Symptome persönlicher Konflikte diagnostizierbar. Daraus ergeben sich Behandlungsansätze, wenn die physiotherapeutische Intervention stagniert. Da die Bewegungsanalyse sich dem Zusammenhang von Motorik und Persönlichkeit diagnostisch annähert und somit auch Beziehungsmuster erkennt, können die bevorzugten Interaktionsweisen des Patienten konstruktiv für die Behandlung genutzt werden. Der bewegungsanalytische Befund weist darauf hin, wie das Bewegungspotential realistisch erweitert und damit motorische Ressourcen freigesetzt werden können.